Soest -  „In der Soester Jugendkirche passieren viele tolle Sachen“, fasst Franziska Schade ihre Masterarbeit über die Soester Jugendkirche zusammen. Vor einem Jahr hatte sie Jugendreferentin Petra Englert und vier Jugendliche über die Soester Jugendkirche befragt und die Ergebnisse der Interviews wissenschaftlich ausgewertet.

 

Nun kehrte sie nach Abschluss ihrer Arbeit noch einmal nach Soest zurück um noch einmal „Danke“ für die Unterstützung zu sagen.

Franziska Schade, deren Arbeit soviel Anklang fand, dass sie über Jugendkirchen allgemein noch promovieren wird, berichtet noch einmal über ihre Zeit in Soest und die Eindrücke, die sie in der Zeit gewonnen hat. Für ihre Arbeit hatte die Theologin, die ihr Studium mit dem Master of Arts nun abgeschlossen hat, die Jugendkirchenmodelle in Hamm und Soest vergleichend untersucht. Neben der Erfassung der Struktur der Angebote ging es ihr vor allem darum, mit den Jugendlichen über ihren Glauben ins Gespräch zu kommen.

Schnell stellte sie dabei fest, dass die Frage „Woran glaubst du“ zu allgemein gestellt war, um auswertbare Antworten zu erhalten. So entstand ein großer Fragenkatalog, der von vier regelmäßigen Besuchern der Soester Jugendkirche und Petra Englert offen und ausführlich beantwortet wurde.

„Es gibt drei Gruppen von Jugendlichen“, berichtet sie im Gespräch, „eine, die überhaupt keinen Zugang zum Glauben hat, eine große Gruppe, die sehr unschlüssig gegenüber Glaubensfragen ist und eine dritte Gruppe, die bereits erste Glaubenserfahrungen gemacht hat, aber Fragen dazu noch vertiefen will.

„In der Soester Jugendkirche finden Jugendliche einen Raum wo sie sich angenommen fühlen und eine Plattform zum Ausprobieren der eigenen Fähigkeiten finden“ lobt Schade das Team um Petra Englert. „Die Jugendkirche ist ein guter Weg, Jugendliche etwas machen zu lassen.“ Franziska Schade möchte nach Abschluss ihrer Doktorarbeit auch mit Jugendlichen arbeiten und zwar im Bereich Jugendkultur und Jugendkirche.

Erste Erfahrungen hat sie in dem Bereich schon sammeln können, denn sie gehörte einem Verein in Essen an, der mit großem Erfolg ökumenische Jugendgottesdienste veranstaltet hat. Auch die Soester Jugendkirche wird ihr Angebot nach der offiziellen Eröffnung in den neuen Räumen am 2. Mai erweitern. Die Theologin Kira Engel will für die frisch konfirmierten Jugendlichen ab Juni einen vierteiligen Glaubenskurs anbieten, um Glaubensfragen weiter zu vertiefen, bevor die Jugendlichen einen Traineekurs besuchen, mit dem sie zur Mitarbeit in der Jugendkirche und ihren Heimatgemeinden ausgebildet werden. „Die Teilnahme am Glaubenskurs ist aber nicht zwingend“, betonen Englert und Engel, denn erfahrungsgemäß kommen nach den gut besuchten Sommerfreizeiten immer noch einige Teilnehmer zu den Kursen.

 

Quelle:

Text: Soester Anzeiger, rs

Foto: Soester Anzeiger, Schrödter


 

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